Jan Niclas Kaluza holt die Bronzemedaille bei den DJM in Heilbronn

Heilbronn (4. bis 6.9.2020). Der Leichtathletiknachwuchs von Eintracht Hildesheim hat sich – wie immer hoch motiviert, konzentriert und bestens betreut- bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn einmal mehr überaus achtbar aus der Affäre gezogen. Eine Bronzemedaille, ein sechster, ein siebter und ein elfter Platz – so lautet das Ergebnis am Schluss der dreitägigen Titelkämpfe, die unter strengen Corona-Bedingungen ausgetragen werden mussten. Niclas Jan Kaluza (er startet bekanntlich im ersten Jahr in der Altersklase U 18) schnappte sich in seiner Spezialdisziplin, der 400m Hürdendistanz, Bronze. In die Finalläufe schafften es auch unsere beiden U 18-Topathleten Joshua Ahrens (Sechster über 100 Meter) und Enes-Maurice Köse als Siebter über 800 Meter. In persönlicher Bestzeit von 2:15,67 Minuten verpasste Anne Marie Petersen nur knapp das Finale über 800 m der U 18. In der Gesamtwertung wurde sie Elfte.

Eintrachts Langhürdler Niclas Kaluza gewann sein Halbfinale sehr kontrolliert in 57,12 Sekunden. Allerdings waren aus den anderen zwei Läufen sechs Konkurrenten schneller als er. Er wusste also, dass es nicht leicht werden würde mit dem erhofften Griff nach Edelmetall. Der Endlauf begann in forschem Tempo, Kaluza zog gut mit und lag eingangs der Zielgeraden noch auf Rang zwei, musste dann aber noch einen weiteren Läufer passieren lassen. „Die Zeit von 55,36 ist absolut okay“, sagte sein Trainer Marvin Linke. „Wir hatten zwar ein bisschen mit Silber geliebäugelt, sind aber jetzt doch beide sehr zufrieden. Denn Niclas kann ja auch in der nächsten Saison noch in der U 18 starten.“

 

Eintrachts derzeit schnellster Sprinter Joshua Ahrens qualifizierte sich im zweiten von vier Halbfinalläufen in 10,96 Sekunden für das 100-m-Finale, in dem er sich am Ende in persönlicher Bestzeit von 10,94 auf Rang sechs einordnete. Unserem 800-m-Ass Enes-Maurice Köse steckten in der Endphase des Finales deutlich erkennbar noch die Anstrengungen vom Vortage aus seinem Vorlauf, in dem er Zweiter in 1:57,19 Minuten geworden war, in den Beinen. 600 Meter lang war er mutig dem Tempomacher und späteren Meister Till Czisnik von der LG Süd Berlin an den Hacken geblieben, brach dann aber in der Kurve vor der Zielgeraden ein. Das Feld sog ihn auf, und Enes trudelte als Siebter in 1:58,79 ins Ziel. „Ich bin trotzdem voll zufrieden mit seinen Leistungen in Heilbronn“, äußerte sich Chef-Coach Heiko Wilcke. „Enes hat mich noch nie enttäuscht. Bei bisherigen deutschen Meisterschaften hat er immerhin vier Mal das Finale erreicht.“

 

Die Ausbeute unserer Leichtathletik-Crew wäre mit einiger Sicherheit noch besser ausgefallen, wenn Finn-Jona Loddoch über 2000m Hindernis hätte starten können. Eine Platzierung unter den schnellsten vier Läufern in Deutschland wäre wohl möglich gewesen. Leider verhinderte eine hartnäckige Knieverletzung seinen Start in Heilbronn. Die Normen für eine Teilnahme an den „Deutschen“ hatten auch Gesa Laakmann und Luc Oehlmann im Sprint sowie Amelie Baule (2000m Hindernis) erfüllt. Sie fielen aber den durch Corona beschränkten Startbegrenzungen des DLV zum Opfer. Das Trio wurde trotz Normerfüllung nicht zu einem Start zugelassen. Auch Sprinter Joel Ahrens hätte durchaus Chancen gehabt, hat die Saison aber bereits vorzeitig beendet.

 

 Die Corona-Epidemie wirkte sich insoweit schon im Vorfeld und während der Wettkämpfe auf diese Jugendmeisterschaften aus. Zuschauer durften nicht ins Stadion, nur die unmittelbar am Wettkampf beteiligten Aktiven. Ein Anfeuern der Athleten entfiel insoweit weitgehend. Eintracht Hildesheims Abordnung war besonders erfreut über eine Spende der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung für das letztlich sehr erfolgreiche „Unternehmen Deutsche Jugendmeisterschaften 2020“. wgk